Was gerade wächst

Da wir alle Produkte selber anbauen, ernten und verarbeiten, haben wir das ganze Jahr über alle Hände voll zu tun. Aber keine Sorge, wir halten Sie auf dem Laufenden, damit Sie nichts verpassen und teilen unsere Tipps und Tricks mit Ihnen. Wenn Sie möchten, können Sie zu Hause auch gleich mitmachen und mit uns das Gartenjahr bestreiten.


2017 - Juni

… und plötzlich ist schon Mitte Jahr! Haben wir nicht gerade eben erst unsere Setzlinge angesät? Nun starten wir schon mit der Ernte diverser Gemüse, Kräuter und Blumen. So mussten zum Beispiel schon unsere wunderschönen Erbsli Tipis aus Haslestauden das Beet räumen und die vielen kleinen grünen Perlen hergeben, welche wie jedes Jahr brav auf Rüebli und Kartoffeln warten um zu russischem Salat verarbeitet zu werden. Das freie Beet hat hingegen nur eine kurze Pause, da wir dieses Jahr in Sachen Basilikum klotzen und nicht kleckern. Schliesslich lieben wir alle eine feine Basilikum Paste, oder?

Nebst den Erbsli ernten wir nun auch täglich Korn- und Ringelblumen, sowie Rosen, Lavendel, Malve und Goldmelisse. Aber auch die Kräuter wachsen wie jedes Jahr um die Wette, wir könnten mittlerweile mit dem Rasenmäher ernten, wir wären sicher schneller!

Erinnern Sie sich noch, wie wir letzten Herbst den Knoblauch gesteckt haben? Dieser ist nun ebenfalls endlich bereit geerntet zu werden und auch die Zwiebeln zeigen sich solidarisch und geben die belegten Beete endlich frei. Wir haben also schon bald unsere Vorräte an Gewürzen aufgefüllt und Sie dürfen sich auf Gewürzmischungen und vieles mehr freuen. A propos freuen: wir wagen mal wieder ein Experiment und lassen einige Zwiebeln blühen – drücken Sie uns die Daumen, damit wir diese künftig ebenfalls selber nachziehen können!

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2017 - Mai

Alles neu macht der Mai! Auch bei uns auf der Hube. Nach der Rekordkälte im April heizt uns der Mai so richtig ein. Und das ist auch gut so, schliesslich sind die vielen Setzlinge bald aus den Kinderschuhen gewachsen und wollen nun endlich ins Freie! Wie jedes Jahr warten wir brav die Eisheiligen ab und investieren rund eine Woche in die Inbetriebnahme unseres Gartens. Den Grossteil haben wir diesmal leider mit Unkraut jäten verbracht, da wir aufgrund der Kälte nicht vorher dazu kamen. Aber nun ist es endlich soweit: unser Garten ist voll bestückt, alles ist im luftig aufgehackten Boden und das Leben ist schön. Nun können wir uns wieder auf unsere Abend Routine freuen: hier ein bisschen giessen, da etwas aufbinden, das unliebsame Unkraut auszupfen, die Tomaten ausgeizen und jeden Tag zufrieden staunen, wie alles immer grösser wird.

Aber auch in der wilden Natur geht es nun rund: der Holunder steht nun in voller Blüte und will in kurzer Zeit geerntet werden. Diesen können wir auch gut gebrauchen, schliesslich sind unsere Vorräte an Sirup, Gelée und Tee nahezu aufgebraucht. Machen Sie sich also auf Nachschub gefasst!

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2017 - April

Der April macht auch auf der Hube was er will. So haben wir mehrfach gefühlt sämtliche Jahreszeiten an einem Tag erlebt und wie der Rest der Schweiz auch nochmals eine grosse Ladung Schnee abbekommen. Wäre ja an sich nicht weiter tragisch - hätten die Bäume und Sträucher nicht schon begonnen zu blühen. Und das wunderschön! So standen sämtliche Apfel-, Birnen-, Quitten-, Zwetschgen-, Kirsch-, Pfirsich-, Aprikosen-, Kiwi-, Feigen- und Kakibäume, sowie unsere Beerensträucher und Reben in voller Blüte, als die Minustemperaturen eiskalt zuschlugen. Der Schaden ist leider nicht ausgeblieben: Sowohl diverse Reben, als auch der Kaki- und -Kiwibaum sehen ziemlich lädiert aus, die Rhabarber kam auch eher flach raus und bei den Kirschen sind wir und noch nicht so ganz sicher. Klar sind wir traurig und hätten uns über eine üppige Ernte gefreut. Klar wissen wir noch nicht so genau, wie gross der Schaden wirklich ist. Aber! Erstens haben wir mal wieder so richtig schön ausgeprägte Jahreszeiten, was schon lange nicht mehr der Fall war (erinnern Sie sich noch an diesen ewigen grauen Einheitsbrei letztes Jahr? Herbst? Winter? Frühling? Wer wusste das schon so genau) und wir wissen, dass die Natur grundsätzlich eine Überlebenskünstlerin ist und sich schon zu helfen weiss. Wir lassen den Kopf also nicht hängen, freuen uns an dem, was übriggeblieben ist und hoffen auf ein besseres nächstes Jahr.

Wenn wir schon beim Positiven sind: die Erbsli sind schon etwas grösser und wir haben uns dieses Jahr entschieden, ihnen mit vielen dünnen Hasleästen Halt zu geben, die wir innerhalb der Erbsli in den Boden stecken und oben wie ein Tipi zusammenbinden. Sieht hübsch aus und ausserdem klettern so nicht alle Stränge übereinander an der gleichen Stange hoch. Heisst: weniger Gewimmel und weniger Gefahr, dass das ganze Knäuel stärkerem Wind nicht Stand halten kann. Ebenfalls kurz vor der Blüte steht der Schnittlauch. Wir haben uns mit den Blüten dieses Jahr etwas ganz Besonderes überlegt, alle Salat Fans können sich freuen!

Freuen können sich auch unsere Hühner, denn die gestandenen Damen und Herren erhalten schon bald wieder Unterstützung: Punkt genau auf Ostern sind bei uns Bibi geschlüpft, welche Dank Wärmelampe den Frost auch gut überstanden haben und schon innerhalb von wenigen Tagen von Flaum zu den ersten Federchen übergangen sind.

Aber wissen Sie, was das Beste ist? Wir konnten bereits ernten! Gut, im Moment kommen Sie etwas zu kurz, weil wir frische Sachen wie Radiesli, Salat, Spinat und Bierrettich nicht im Laden verkaufen sondern voll egoistisch selber verspachteln – aber immerhin konnten wir auch schon eine grosse Ladung Rhabarber in unser süss-saures Fruchtleder verarbeitet, welches nun im Laden sehnsüchtig auf Abnehmer wartet. 

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2017 - März

Wir sagen es gerade heraus: ES IST FRÜHLING! Bei uns blüht und spriesst es nämlich an allen Ecken und Enden und auch sämtliche Vögelchen sind wieder aus dem warmen Süden zurück und leisten uns von morgens bis abends lauthals Gesellschaft.

Für uns heisst dies in erster Linie viel Arbeit, auf die wir uns aber gefreut haben: Beete umstechen, Setzlinge hegen und pflegen (die wachsen nämlich unaufhaltsam), den Rasen mähen und sogar jäten haben wir irgendwie vermisst. Und so sind bereits Erbsli, Rüebli, Radiesli, Rettich und die Kartoffeln im Boden und teilweise schon gekeimt. Wir haben uns übrigens darum bemüht, der Lauchmotte auch dieses Jahr ein Schnippchen zu schlagen und haben abwechslungsweise eine Reihe Rüebli und eine Reihe Radiesli gesät. Sobald die Radiesli verputzt sind, wird der freie Platz nahtlos an die kleinen Lauchsetzlinge weitergegeben, die durch den Geruch der Rüebli von der Lauchmotte verschont werden. Speditive Sache, oder? Zudem sind auch sämtliche Kräuter aus der Winterstarre erwacht und wachsen munter vor sich hin. Gleich tun es ihnen unser Knoblauch und Zwiebeln, aber unser Bauchgefühl meldet sich langsam mit dem Verdacht, dass sich deren Ernte vor den Eisheiligen, wenn überhaupt, eher als Punktlandung entpuppen wird. Wir werden sehen, drücken Sie uns die Daumen!

Da wir etwas ungeduldig sind und in Sachen Frühlingsvorboten nicht mehr länger warten wollten, haben wir auch dieses Jahr unsere Rhabarber etwas ausgetrickst; ein einfacher Kübel mit einem kleinen Loch im Boden darüber gelegt reicht nämlich schon, um innert Tagen aus den zögerlich wachsenden Rhabarberknospen stattliche Stängel zu zaubern. Da unser Rhabarbersirup leider nicht gerade reissenden Absatz gefunden hat (Skandal!), haben wir uns dieses Jahr für Rhabarbergonfi entschieden. Die säuerliche Note ist mal etwas anderes und Abwechslung kann ja nicht schaden – wir sind gespannt auf Ihr Feedback. Und: natürlich machen wir auch wieder unser Rhabarberleder, das jedes Gummibärchen alt aussehen lässt. Glauben Sie nicht? Na dann probieren Sie mal!

Und was wäre der Frühling ohne... Bärlauch! Wir haben wochenlang darauf gewartet, endlich wieder die leuchtend-grünen Blätter ernten zu können. Das Warten hat sich gelohnt! Die ersten Gläser unserer Bärlauch Paste stehen schon im Lädeli bereit, praktischerweise genau neben unseren frischen Bärlauch Tagliatelle. Oder wie wäre es mit unserem Bärlauch Salz zu Ostern? Für ganz Eilige haben wir natürlich auch wieder unsere Ostereiertütschsets inkl. liebevoll gefärbten frischen Eiern von unseren glücklichen Hühnerdamen und einem Streuer Bärlauch Salz dazu. Nehmen Sie doch kurz auf dem Bänkli gleich neben unserem Hofladen Platz und gönnen Sie sich eine kurze Pause – frischer , eiskalter Sirup steht auch schon bereit. Prost!

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2017 - Februar

Wir kamen. Wir sahen. Wir säten. Der Februar läutet mit seinen ersten wärmeren Tagen die Gartensaison ein. Endlich! Nachdem wir den Januar mit Planen und Saatschätze-Auffüllen verbracht haben, können wir uns nun endlich wieder unsere Hände dreckig machen. Wir säen unser Gemüse übrigens jedes Jahr selber an, wenn möglich sogar mit unserem eigenen Saatgut. Tomaten, Zucchetti, Kürbis, Gurken, Peperoni, Chilis und Kartoffeln wandern so schon seit Jahren immer wieder in den Boden und bescheren uns eine reiche Ernte.

 

Für die Anzucht unserer Setzlinge verwenden wir normale Aussaaterde und eine gefühlte Tonne Joghurtbecher, denen wir mit dem Lötkolben ein Loch in den Boden brennen um Staunässe zu verhindern (so bleibt die Stelle weiterhin stabil und reisst nicht ein). Warum wir so viele Becher brauchen? Wir haben uns schon immer gefragt, warum man sich die Mühe machen muss, Setzlinge noch zu pikieren. Nach unserer Erfahrung stellt ein Setzling, wenn er gestört wird, sein Wachstum für ca. 2 Wochen ein. Dazu kommt, dass beim Umpflanzen immer mal wieder hier und da was umknicken oder abbrechen kann, was wir eigentlich gar nicht wollten. Finden wir alles blöd. Daher setzen wir diese lieber gleich von Anfang an in ihren eigenen Becher und lassen bis zum grossen Auspflanzen nach den Eisheiligen alles so wie es ist. Den Becher füllen wir bei Tomaten, Chilis und Paprikas übrigens zu Beginn nur zu 1/3, damit wir immer wieder mit Erde auffüllen und den Setzling so stabilisieren können – und mehr Wurzeln bilden sich so auch noch. Eine klassische Win-Win-Situation. Auch ganz wichtig: jede Pflanze stellt fürs Keimen ganz eigene Ansprüche an Temperatur und Licht. Sellerie zum Beispiel spriesst erst ab 18C und wenn der Samen am Licht ist. Ganz anders Spinat, der in ca. 3cm Tiefe schon ab 10C keimt. Für uns zum Teil ein bisschen zu viel des Guten und Vorgaben und Einschränkungen: mal ganz abgesehen davon, dass wir, wenn immer möglich, sowieso am liebsten direkt ins Beet säen, säen wir einfach alles in der warmen Stube an und berücksichtigen lediglich Lichtkeimer und sobald sich das erste Blattpaar gebildet hat geht’s ab nach draussen ins ungeheizte Treibhaus. Ein bisschen ein Schock für die Kleinen, aber so verhindern wir, dass die Setzlinge zu schnell wachsen und als sogenannte Milchgewächse nur noch schwer weiterzuverwenden sind. Damit wir nicht ständig giessen und jeden Setzling einzeln umhertragen müssen, wandern die vielen Joghurtbecher in lichtdurchlässige Boxen und werden mit Klarsichtfolie abgedeckt, die wir nach Lust und Laune und einem spitzen Bleistift durchlöchern. So verdunstet das Wasser weniger schnell und wir haben weniger Aufwand. Sobald die Wurzeln dann den unteren Teil des Bechers erreicht haben, stecken wir einfach noch einen zweiten Joghurtbecher ohne Loch über den ersten und giessen ab dann nur noch in diesen Zwischenraum. Saubere Sache, oder? Da haben wir uns über die Jahre ganz schön was einfallen lassen.

 

Übrigens, hier mal eine Übersicht von allem, was dieses Jahr bei uns so wächst:

  • Lauch
  • Frühlingszwiebeln
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Chilis (4 Sorten)
  • Peperonis (2 Sorten)
  • Tomaten (4 Sorten)
  • Basilikum
  • Weisskohl
  • Rotkohl
  • Wirz
  • Palmkohl
  • Rosenkohl
  • Auberginen
  • Kohlrabi
  • Randen
  • Erbsen
  • Standgenbohnen
  • Pastinaken
  • Knollensellerie
  • Rüebli
  • Pfälzerrüebli
  • Radiesli
  • Bierrettich
  • Salat (6 Sorten)
  • Ringelblumen
  • Kornblumen
  • Kürbis (2 Sorten)
  • Zucchetti
  • Krautstiele
  • Spinat

Was bei uns sowieso immer wächst:

  • Rosen
  • Rhabarber
  • Krauseminze
  • Goldmelisse
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Schnittlauch
  • Oregano
  • Dill
  • Bohnenkraut
  • Schnittknoblauch
  • Petersilie
  • Malve
  • Brombeeren
  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Meertrübeli
  • Cassis
  • Trauben (4 Sorten)
  • Zwetschgen
  • Äpfel (4 Sorten)
  • Quitten
  • Feigen (2 Sorten)
  • Kaki
  • Paw Paw
  • Kirschen (2 Sorten)
  • Topinambur
  • Safran 

… und zu guter Letzt wächst bei uns auf der Hube folgendes wild:

  • Holunder
  • Lindenblüten
  • Pilze
  • Brunnenkresse
  • Hagebutten
  • Brombeeren
  • Bärlauch
  • Rosen
  • Huflattich
  • Schlüsselblumen
  • Brennnesseln

Sie sehen: auch dieses Jahr wird uns nicht langweilig.

 

Für Direktsaaten ist es im Moment leider noch ein kleines bisschen zu kalt, da der Boden schon noch arg gefroren ist und sich so nur schlecht bearbeiten lässt. Erbsli, Rüebli und Radiesli müssen so halt noch ein paar Tage warten. Dafür haben wir das Frühbeet in Betrieb genommen und warten nun darauf, dass Salat und Kohlrabi munter vor sich hin wachsen.

 

Übrigens haben wir noch Neuigkeiten von der Bärlauch-Front: erste, kleine, ganz mutige Spitzchen sind schon zu sichten! Wir sind also zuversichtlich, dass wir Ihnen schon bald frische Paste und Co. Im Lädeli deponieren können. Der Erntekorb steht jedenfalls schon mal bereit, wir halten Sie auf dem Laufenden.

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2017 - Januar

Der Januar ist kältebedingt der ruhigste Monat bei uns auf der Hube. Der Boden ist gefroren, die Hühner haben ebenfalls ihre wohlverdiente Winterpause eingelegt, der Knoblauch und die Zwiebeln wachsen als einzige tapfer vor sich hin und irgendwie gibt es draussen nicht viel zu tun. Aber drinnen! Vor lauter Vorfreude auf die bevorstehende Gartensaison stürzen wir uns aber voller Elan in die Gartenplanung und stöbern in unseren Samenvorräten herum. Wovon haben wir noch wie viel? Was wollen wir dieses Jahr überhaupt anpflanzen? Müssen wir etwas nachbestellen? Wie sah unser Garten letztes Jahr aus? Was soll also wohin? Und wann?  Die Planung macht uns umso mehr Spass, da wir langsam den Dreh raushaben, was Sie mögen und was nicht. Wir haben uns aber auch ein zwei Neuigkeiten einfallen lassen, damit Ihnen und uns nicht langweilig wird. Wir freuen uns schon aufs Aussäen, das teilweise bereits im Februar beginnt! Heisst für uns schon seit längerem: Joghurtbecher, Bananenschalen, Kaffeesatz und Eierschalen sammeln!

Daneben ist endlich der langersehnte Schnee auf der Hube eingetroffen und hat uns schon so manch schönen Wintertag beschert. Manchmal geniessen wir es aber auch, einfach mal nur in unserem Garten umher zu spazieren und die Stille zu geniessen, die der dämmende Schnee ebenfalls mit sich bringt.

 

 

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2016 - Dezember

Es weihnachtet auf der Hube! Wenn wir aus dem Fenster schauen ist alles winterlich weiss, obwohl es noch keine einzige Flocke geschneit hat. Wie das geht? Seit Wochen ist es bei und neblig und kalt, das Ergebnis sind wunderschöne Eiskristalle, die sich Tag für Tag übereinander schichten. Wer kann hat sich bereits ein Winterfell oder -gefieder zugelegt, der Rest muss halt mit ein paar zusätzlichen Schichten Kleidung über die Runden kommen.

 

Nebst den üblichen Verdächtigen, wie Winterlauch, Zwiebeln, Knoblauch, Federkohl und Wintersalaten, wächst im Moment gar nichts mehr. Die letzten Pastinaken, Petersilienwurzeln und Rüebli konnten wir gerade noch vor dem Frost ernten und zusammen mit den bereits angehäuften Vorräten weiterverarbeiten. Wir schwingen also noch ein letztes Mal den Kochlöffel für Sie und füllen unseren Hofladen mit frisch eingekochten Suppen, Gemüse Bouillon Pulver und Russischem Salat. Ä Guete!

 

Ob uns aber langsam langweilig ist? Vielleicht ein bisschen. Aber nach den anstrengenden Monaten der Ernte tun uns die ruhigeren Wintermonate doch ein bisschen gut. Jedenfalls zu Beginn, denn schon nach ein paar Wochen nichts tun haben wir meistens schon wieder ein bisschen das grosse Reissen und so kramen wir schon wieder in unseren Saat Schätzen, planen die neue Saison, gehen bei unserem Sortiment mal wieder gründlich über die Bücher, füllen unsere Gläservorräte auf und sind mit ein paar zusätzlichen Events am Liebäugeln. Was lief gut, was weniger? Nun ist die Zeit für Verbesserungen und neue Ideen!

 

Daneben frönen wir der Weihnachtszeit, freuen uns auf gesellige Stunden an der Wärme, geniessen die Strahlen der Wintersonne und blicken zufrieden und dankbar auf das Gartenjahr 2016 zurück, das zwar viel zu nass und spät begonnen hat, aber gerade noch eine Punktlandung hingelegt hat, so dass wir den Grossteil unserer ausgesäten Pflanzen auch ernten konnten.

 

Und wenn wir schon beim Revue-passieren sind: ein grosses, herzliches Dankeschön an Sie! Auch Sie waren Teil unseres Gartenjahres und haben uns durch Ihre Käufe vieles ermöglicht und uns immer wieder die Motivation gegeben, dass das, was wir machen, doch jemanden interessiert.

 

Das gesamte Hube Team wünscht Ihnen ruhige Feiertage. Kommen Sie gut ins neue Jahr!

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2016 - November

Es wird nur noch kalt und kälter bei uns auf der Hube und dicke Nebelschwaden verdecken uns seit Tagen die Sicht. Wir ziehen uns langsam aber sicher aus dem Garten zurück. Vorher haben wir die letzte Ernte ins Trockene gebracht und verarbeitet.

Haben Sie schon mal den grossen Hobel in unserem Hofladen bemerkt? Dieser ist nicht nur Deko, sondern wartet geduldig auf seinen alljährlichen Einsatz. Sobald der Weisskohl ausgewachsen ist, hobeln wir diesen zu feinen Streifen, verkneten ihn mit einer ordentlichen Portion Salz und so richtig viel Schmackes bis er genügend Flüssigkeit gezogen hat und lassen ihn anschliessend ein paar Wochen in unserem alten Naturkeller zu Sauerkraut vergären. Anschliessend füllen wir ihn in Gläser um, damit auch Sie von einer Portion profitieren können. Wir staunen jedes Jahr aufs Neue, wie aus einem kleinen Korn, viel Liebe, Zeit, Wasser und Wissen über bewährte Konservierungsmethoden so etwas Gutes entstehen kann. Viel mehr braucht es für die nächste Berner Platte nämlich wirklich nicht. Oder haben Sie mal Lust auf etwas Abwechslung? Dann probieren Sie doch mal Szegedinger Gulasch aus, denn auch hier kommt unser hausgemachtes Sauerkraut so richtig schön zur Geltung.

Abgesehen vom Weisskohl pflanzen wir auch Rotkohl an, den wir mit viel Gewürzen und Rotwein so richtig schön herzhaft einkochen. Unschlagbar zu Wild mit etwas Spätzli, aber auch nur so mit ein paar Salzkartoffeln und einem Wienerli… das trübe Herbstwetter kann kommen!

Ebenfalls die Beeten räumen mussten die letzten Rüebli, sowie der Knollensellerie. Erstere haben wir ja schon, wie bereits erwähnt, zu Russischem Salat verarbeitet, der nun geduldig darauf wartet von Ihnen verspiesen zu werden. Auf Letzteren haben wir wirklich sehnsüchtig gewartet, da dies die letzte Zutat für unser hausgemachtes Gemüse Bouillon Pulver ist. Nachdem wir die unendlich vielen, kleinen, haarigen Wurzeln geputzt hatten, haben wir die Knollen kleingeschnitten, gedörrt und gemahlen und anschliessend mit vielen anderen Gemüsen, Pilzen und Kräutern vermengt.

Wir hätten unseren Tomaten wirklich gerne noch ein paar Sonnenstrahlen mehr gegönnt, leider hat es sich aber abgezeichnet, dass bereits anfangs November die ersten Minustemperaturen auf uns zukommen, welche die heiklen Nachtschattengewächse so gar nicht gut vertragen. Wir haben die letzten noch unreifen Tomaten somit schweren Herzens abgelesen und in der warmen Stube nachreifen lassen. Dies klappt übrigens auch ohne grossen Zusatzaufwand hervorragend, probieren Sie es aus! Wir haben dadurch für unseren privaten Bedarf bis in den tiefen Winter frische Tomaten, die wir je nach Lust und Laune verarbeiten.

Unser Garten ist somit auf den ersten Blick ziemlich leer; nur noch der Winterlauch harrt in der Kälte aus und wird hoffentlich noch etwas dicker. Auf den zweiten Blick ragen aber schon die zarten Spitzen der Knoblauchs und er Zwiebeln hervor, die wir nächstes Jahr ernten können, bevor wir die Beete nach den Eisheiligen wieder in Betrieb nehmen.

Und so kam es, wie es kommen musste: kurz darauf erstarrte unser Garten im ersten Frost. Für uns immer ein bisschen mit Wehmut verbunden, da dies das definitive Ende der Gartensaison besiegelt, aber gleichzeitig finden wir die vielen kleinen Eiskristalle, die um die Wette glitzern und uns jeden Morgen mit neuen Kunstwerken überraschen, einfach wunderschön. Und schliesslich gibt es auch Gemüse, das Frost benötigt, um überhaupt geniessbar zu werden. Dazu gehört der Federkohl, den wir wie jedes Jahr für unseren Eigenbedarf anpflanzen und zu deftigem Grünkohl verarbeiten. Ein weiterer Kandidat ist der Rosenkohl, aber auch Hagebutte und unsere Kakis brauchen Frost um geniessbar zu werden. Das hat die Natur mal wieder gut eingefädelt, oder?

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2016 - Oktober

... und schon ist er da, der Herbst. Wir waren so beschäftigt damit, unsere Ernte in trockene Tücher zu bringen, dass wir die ersten zaghaften Vorboten gar nicht wirklich bemerkt haben. So wurden die Blätter bei uns auf der Hube erstaunlich spät farbig und auch die Temperaturen blieben lange stabil (zugegeben: nicht warm, aber stabil). Beinahe von heute auf morgen war es aber soweit; die ersten Blätter zeigten sich in feurigen rot und orange Tönen. Wunderschön, nicht? Aber der Herbst heisst bei uns auf der Hube auch, dass die Guschti aus ihren Sommerferien auf der Alp wieder bei uns Zwischenhalt machen und es somit rund um die Uhr fröhlich bimbelt und muht, was was Zeug hält. Manchmal kommen wir uns fast wie in einem Gotthelf Filmset vor und denken: wir haben es so schön hier, das glaubt uns mal wieder keiner. Und so ist es halt, wie es ist: der Herbst ist da und mit ihm die vielen Arbeiten, die benötig werden, um den Garten winterfest zu machen. So stutzen und schneiden wir im Akkord, binden zusammen und leeren und putzen die vielen Wassertröge und -fässer rund ums Haus, damit diese durch gefrierendes Wasser nicht plötzlich Risse bekommen.

 

Was den Garten betrifft haben wir uns zwar ein wenig gesträubt, aber schliesslich mussten wir uns trotzdem damit abfinden, dass sich das Gartenjahr langsam seinem Ende zuneigt. So haben wir die letzten Zucchetti geerntet und schnurstracks zu Curry Zucchetti verarbeitet (schliesslich läutet das Ende der Gartensaison ja zum Glück auch gleich den Beginn der Raclette Saison ein!). Und auch Tomaten ernten wir nun im Akkord, da diese die anstehenden kühlen Temperaturen so gar nicht vertragen und den ersten Frost somit ja nicht erleben dürfen. Das gleiche gilt für unsere Auberginen, die nun endlich eine stattliche Grösse angenommen haben und stolz vor sich hin glänzen.

Endlich ein paar Beete leeren konnten wir jedoch durch die Ernte der Randen, die wir wiederum zu Salat verarbeitet und für Sie im Hoflädeli deponiert haben. Zusammen mit einer kleinen, frisch gehackten Zwiebel haben Sie subito eine gesunde Beilage gezaubert. Praktisch, oder? Was dieses Jahr im Wasser war, wissen wir auch nicht so genau, aber wir mussten beim Herausziehen unserer Rübli schon ein bisschen lachen; im Notfall können wir damit jemanden erschlagen. Uns soll es recht sein, schliesslich setzen wir die leuchtend orangen Wurzeln vielseitig ein und raspeln, pürieren, trocknen und hobeln was das Zeug hält. Lassen Sie sich überraschen, wir haben da noch ein paar Ideen auf Lager! Ein netter Nebeneffekt der Rüebliernte: durch die Mischkultur mit Winterlauch wurde dieser gleich noch etwas gelockert und angehäufelt und kann sich nun frisch aufgepäppelt seinem weiteren Wachstum widmen. Noch etwas gedulden müssen wir uns ebenfalls mit dem Knollensellerie und sämtlichen Kohlarten, wie Rot-, Weiss- und Federkohl sowie Wirz.

Damit uns vor lauter Warten nicht langweilig wird, streifen wir mit Korb und Messer bewaffnet durch die Wälder und halten nach Pilzen wie Steinpilzen, Eierschwämmli und Herbsttrompeten Ausschau. Auf letztere warten wir schon seit Längerem besonders sehnsüchtig, schliesslich sind diese beinahe schwarzen Pilze die letzte aromatische Zutat für unser hausgemachtes Gemüsebouillon Pulver.

Die fleissig täglich geernteten und eingefrorenen Brombeeren haben wir endlich mit etwas Vanille zu einer herrlichen Gonfi verarbeitet und auch die leeren Beete haben wir wieder mit haufenweise Knoblauch und Winterzwiebeln gefüllt, damit wir schon im Frühling unsere und Ihre Vorräte auffüllen können. Etwas weniger Arbeit machen die Ringeli, was das Überwintern angeht; diese säen sich seit Jahr und Tag zuverlässig von selber an Ort und Stelle wieder aus und wenn man ganz genau hinschaut weiss man, warum die heilenden Blumen Ringeli genannt werden.

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2016 - September

Was für ein Monat! Der September läutet naturgemäss nach langen Monaten des Planens, Säens, Hätscheln und Tätschelns die arbeitsame Erntezeit ein und hält uns ganz schön auf Trapp.

Wir geniessen die warmen Tage und schlendern nach getaner Arbeit mit dem Korb unter den Arm durch unseren Garten und pflücken hier und zupfen da, was das Zeug hält. Zum Teil endlich, zum Teil immer noch. Wir staunen selber, aber weit Monaten können wir nun schon täglich eine Hand voll Brombeeren ablesen, welche wir nach wie vor eisern einfrieren, um schlussendlich einen grossen Topf Gonfi daraus zu kochen. Das gleiche gilt für die vielen zuckersüssen Feigen - für diese müssen wir uns aber ehrlich gesagt noch etwas einfallen lassen.

Unsere Kräuter und Blumen wie Ringeli, Goldmelissen wachsen nach wie vor um die Wette. Für Abwechslung sorgen unsere Sommergemüse, welche nun endlich erntereif sind. Normalerweise können wir uns gar nicht vor Zucchetti retten, aber dieses Jahr mussten wir uns recht gedulden... bis jetzt! Kaum geerntet wandern die grünen Racker nach tagelanger Verarbeitung mit viel Curry ins Glas und warten nun darauf, bei Ihrem nächsten Raclette dem Käse die Show zu stehlen.

Unsere Stangenbohnen haben wir in der Zwischenzeit das dritte und letzten Mal abgeerntet und wiederum zu Dörrbohnen verarbeitet. Wie jedes Jahr gab es auch dieses Mal die eine oder andere vertrocknete Bohnenhülse. Schlimm? Überhaupt nicht! Wir sicher uns so die Saat fürs nächste Jahr und schälen die kleinen Böhnchen in mühsamer Handarbeit aus ihren Hüllen.

Unsere fruchtigen Tomaten und Peperoni wurden auch endlich von alleine rot - gerade noch rechtzeitig, uns gingen nämlich langsam die unanständigen Witze aus. Die erste Runde ist bereits zu Sauce und Ketchup verarbeitet worden. Drücken Sie uns die Daumen, dass wir noch auf ein paar Sonnentage mehr zählen und alle Tomaten ablesen können. Schliesslich wollen wir Sie noch mit fruchtiger Salsa, unserer legendärer BBQ Sauce, Suppe und vielem mehr verwöhnen können!

Leider immer noch etwas gedulden müssen wir uns in Sachen Chili - diese lassen sich dieses Jahr so richtig Zeit. Wir hoffen zu Recht. Schliesslich gibt es bei uns so einiges, das etwas Pfiff vertragen kann. Wir denken da vor allem an den Apéro Knoblauch, den Sie sich gemäss Umfrage besonders scharf gewünscht haben. Wir haben ein bisschen in den Abgründen unseres Gewürzschäftlis gekramt und noch ein paar Chilis gefunden. Wir hätten gerne noch einen Zahn zugelegt, werden das aber bei der ersten Gelegenheit nachholen, versprochen.

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2016 - August

Den August haben wir auf der Hube gemeinsam mit Ihnen an unserem 1. August Brunch begonnen. Und wie! Das Wetter hat in letzter Sekunde doch noch mitgespielt und so konnten wir einen sonnigen Tag mit Kafi, Züpfe, Rösti, Spiegeleiern und vielem mehr geniessen. Wir bedanken uns bei allen, die gekommen sind, und freuen uns schon auf das nächste Mal!

Unserem Garten haben die vielen Sonnenstunden ebenfalls gut getan. Die Stangenbohnen wurden bereits zu Dörrbohnen verarbeitet, die Brombeeren werden bald zu Gonfi verarbeitet und unsere Kräutervorräte wachsen und wachsen. Der Klarapfelbaum hat auch dieses Jahr ganze Arbeit geleistet und so haben wir Tagelang geerntet und die kleinen Äpfel sofort verarbeitet, da sie leider nicht lange haltbar sind. Gut für Sie: ab sofort können Sie Ihre Vorräte an Apfel Chutney, Apfelmus und getrockneten Apfelringli aufstocken. Damit uns die Arbeit nicht ausgeht, hat auch der Zwetschgenbaum seinen Beitrag geleistet und uns eine überdurchschnittlich gute Ernte beschert. Die saftigen Zwetschgen haben wir süss-sauer eingelegt - zusammen mit dem Apfel Chutney perfekte Begleiter zur bevorstehenden Raclette Saison! Auch der viele Basilikum hat ordentlich zugelegt und wurde mit Olivenöl und Salz zu einer Paste verarbeitet. Leider noch etwas gedulden müssen wir uns in Sachen Tomaten, Peperoni und Chili. Diese sind tapfer am wachsen, aber leider noch weit davon entfernt reif zu sein. Weiterer Aufholbedarf besteht für uns überraschenderweise bei den Zucchetti. Diese wachsen bestimmt auch bei Ihnen wie Unkraut und normalerweise weiss man nach ein paar Wochen gar nicht mehr wohin mit den grünen Böllern... aber dieses Jahr fällt diese Ernte bei uns etwas bescheiden aus. Aber keine Sorge, für unsere beliebten Curry Zucchetti süss-sauer reicht es allemal! Dafür umso mehr um die Wette blühen unsere Ringeli. Wunderschön! Was wir damit anstellen? Ganz einfach: die heilende Wirkung lassen wir voll und ganz in unserem hausgemachten Lippenbalsam fliessen. Und wenn wir schon beim Pflegen sind: wie versprochen waren wir ganz fleissig und haben unser Hoflädeli mit Badebomben und -pralinen, sowie erfrischendem Rosmarin Zitronen Peeling aufgestockt. Die trockenen Wintermonate können also kommen. Aber bis dahin, machen Sie es doch wie unsere Hühner und geniessen Sie die warmen Tage mit einem Sprung ins kühle Nass!

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2016 - Juli

Emsiges Treiben auf der Hube! Nachdem der Regen endlich den schönen Sommertagen gewichen ist, spriesst und gedeiht bei uns alles prächtig. So konnten wir unsere Erbsen ernten, welche nun in der Kälte auf Karotten und Kartoffeln warten, um gemeinsam als Russischen Salat ins Glas zu hüpfen. Ins freie Beet haben wir subito Spinat gesät, den wir dringend benötigen, da uns bald der grüne Farbstoff für unsere Badebomben und Tagliatelle ausgeht. A propos Badebomben: auch hier konnten wir mit Rosen und Lavendel die letzten Zutaten ernten und trocknen. Lassen Sie schon mal das Badewasser einlaufen!

Ebenfalls erntereif sind die Klaräpfel, welche wie jedes Jahr so ihre Ansprüche an uns stellen: werden die Äpfel nicht schon fast auf den Tag genau geerntet, sind sie entweder unreif oder überreif. Wir stehen zwar nicht gerade mit der Stoppuhr unter dem Baum, aber ein bisschen wachsam sind wir schon. Es wäre einfach zu schade, die vielen Äpfel nicht in getrocknete Apfelringli, fruchtiges Chutney oder cremiges Apfelmus zu verarbeiten. Fruchtig geht es auch bei den Beeren weiter: die unzähligen kleinen roten Johannisbeeren haben als Gelée ihren Weg ins Glas gefunden und warten per sofort im Hofladen auf Sie.

Mit den sonnigen Tagen haben wir nun endlich auch unseren Rhythmus im Garten gefunden, den wir so lieben. So streifen wir am frühen Abend gerne durch unsere Beete, binden hier und da eine Tomate auf, pflücken täglich die Goldmelisse und Kornblume und freuen uns, wenn es eine Hand voll Brombeeren pechschwarz anstrahlt. Was wir mit den Kornblumen anstellen, müssen wir uns noch überlegen, die Goldmelissen verarbeiten wir aber wie jedes Jahr zu leuchtrotem Sirup und die Brombeeren wandern mit ein wenig Vanille ins Gonfi Glas.

Schon bald erntereif ist unser Basilikum, den wir jeweils zu Füssen der Tomaten säen und durch das fleissige Giessen der Tomaten natürlich auch eine Portion abbekommt und dadurch ganz nebenbei wunderschön wächst. Den Basilikum verarbeiten wir genau gleich wie den Bärlauch zu einer Paste, die Sie je nach Lust und Laune in ein Pesto verwandeln oder auch direkt aus dem Glas geniessen können.

Aber eben, der nasse Frühling zeigt leider immer noch seine Nachwirkungen. Der sonst so arbeitsame Juli ist irgendwie erstaunlich ruhig und die Pflanzen sind teilweise ziemliche in Verzug. So sind unsere Zucchetti gerade eben knapp in die Blüte gekommen, die Tomaten und Paprika sind gerade mal knapp sichtbar und auch sämtliche Kohlarten haben eben erst zaghaft damit bekommen, Köpfe zu bilden. Wir hoffen aber das beste und können nicht viel mehr tun, ausser geduldig auf einen warmen Herbst zu hoffen.

 

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2016 - Juni

Regen, Regen und nochmals Regen: der Juni hat sich auch bei uns von seiner nassesten Seite gezeigt und uns ganz schön Nerven gekostet. Die Direktsaaten wie Zucchetti, Kürbis und Basilikum haben sich zwar tapfer geschlagen, sind dann aber doch dem Dauernass zum Opfer gefallen. So mussten wir wohl oder übel auf die nächstbeste trockene Gelegenheit warten und nochmals nachsäen, wodurch unsere Ernte um etwa einen Monat später ausfallen wird. Bisher noch im Rennen sind wir bei den Erbsen, welche schon bald geerntet werden können. Wir freuen uns bereits heute darauf, das Aufploppen der knackigen Schalen macht in der geselligen Runde gleich doppelt Freude. Ebenfalls prächtig am Gedeihen sind die Stangenbohnen, welche nun etwa kniehoch sind und wir täglich liebevoll um die richtige Kletterhilfe wickeln, damit wir kein Durcheinander erhalten. Aber Achtung; Stangenbohnen wickeln sich immer nur gegen den Uhrzeigersinn um die Stange, andersrum finden sie keinen Halt und fallen gleich wieder herunter. Warum das so ist wissen wir auch nicht, wir können nur bestätigen, dass es wirklich so ist.

Ebenfalls Früchte tragen bereits unsere Feigen, Pfirsiche, Aprikosen, Klaräpfel, rote und schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, Trauben, Zwetschgen und Kirschen. In voller Blüte stehen unsere Kartoffeln und Kaki und auch die Malven, Kornblumen und Ringeli sind bald soweit. Sehr gut angewachsen sind unsere Auberginen und Tomaten, welche wir nun fleissig aufbinden und ausgeizen. Die Chilis und Paprika haben ihr Sommerquartier bezogen und wurden bereits auf das zweite Blattpaar zurückgeschnitten, damit das Wachstum eher buschig ausfällt und wir so mehr Ertrag erhalten. Wir hoffen, dass der Dauerregen nun endlich dem Sommer weicht und unsere Pflanzen schon bald dank mehr Sonne einen Wachstumsschub erhalten.

Die seltenen trockenen Tage haben wir zur Ernte von Holunder- und Lindenblüten, sowie diverser Kräutern, Minze, Goldmelisse, Rosen und Lavendel genutzt. Nach dem Trocknen wandern die Kräuter in ihr Zwischenlager und warten darauf, weiterverarbeitet zu werden. Rosen und Lavendel verwenden wir wieder für unsere Pflegeprodukte wie Badebomben, -öle und -schmeichler. Sie dürfen sich also schon bald wieder von uns mit einem Wellness Chischtli verwöhnen lassen!

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2016 - Mai

Und schon ist wieder ein Monat vorbei. Aber was für einer! Der Mai gehört für uns immer zu einem der arbeitsreichsten Monaten, da der Garten spätesten nach den Eisheiligen endlich in Betrieb genommen werden kann. Aber dieses Jahr mussten wir nach der kalten Sophie noch ein bisschen länger warten, da es immer noch zu Bodenfrösten und vor allem starken Regenfällen kam. Wenn es bei uns auf der Haube lange genug regnet kriegen wir übrigens seit Jahren Besuch von einem Entenpärchen, welches es sich bei uns in einer riesen Glungge gemütlich macht, die es halt eben nur gibt, wenn es lange genug geregnet hat.

War der Regen einmal abgetrocknet, haben wir uns natürlich sofort in den Garten gestürzt und die letzten Beete in Betrieb genommen. Dafür mussten wir zuerst Unmengen an Frühlingszwiebeln und Knoblauch ernten. Erstere haben wir in gefühlten Ewigkeiten geputzt, in Ringe geschnitten und schonend getrocknet. Letztere haben wir in der Sonne nachtrocknen lassen und überlegen uns noch, was wir damit anstellen sollen. "Nur" für unsere Gewürzmischungen? Oder doch mal als Apérohäppchen im Glas? Entscheiden Sie mit! Sie haben bei uns wie immer ein Wörtchen mitzureden, stimmen Sie in der nächsten Umfrage der Woche für Ihren Favoriten ab, den Rest erledigen wir.

Auch schon bereit zur Ernte sind viele unserer Kräuter. So konnten wir bereits eine beachtliche Menge der Petersilie trocknen, welche bei uns seit mehreren Jahren immer wieder nachwächst und jeweils ungeduldig an die Scheiben des Frühbeets klopft. Aber auch der Schnittlauch blüht bereits in voller Pracht. Eigentlich ärgerlich, da es uns die vielen Blütenstände schwierig machen, den Schnittlauch abzuschneiden. Wir haben uns daher dafür entschieden, die vielen Blüten ebenfalls zu ernten, von Hand abzuzupfen und dieses Jahr in unserer Salatkräutermischung zu geben. Zudem konnten wir auch schon damit beginnen, unsere Sirupvorräte aufzufüllen und haben fleissig unsere Chrüselimünze geplündert und die ersten saftigen Rhabarberstängel geerntet und noch am gleichen Tag in Flaschen abgefüllt.

Da die Setzlinge, welche wir Anfang Jahr gesät und seither gehätschelt und getätschelt haben, nun gross genug sind, haben wir sämtliche Töpfe und Schaufeln gezückt, und alles gesetzt und gepflanzt, was gesetzt und gepflanzt werden musste. So haben Tomaten und Auberginen ihr Revier bezogen und Chili und Paprika füllen die Töpfe. Kartoffeln, Rüebli, Randen, Stangenbohnen, Zucchetti, sämtliche Kohlarten, Kornblumen, Teemalve und Kürbis haben wir hingegen bewusst direkt ins Freie gesät um uns und den Pflanzen das mühsame Umpflanzen zu ersparen. Für Basilikum, Frühlingszwiebeln, Lauch, Pastinaken, Knollensellerie und Petersilienwurzeln hat es wetterbedingt leider noch nicht gereicht, die Setzlinge können aber auch noch ein kleines bisschen auf ihren Einsatz warten. Aber nur ein kleines bisschen. Hoffen wir also, dass der Frühsommer bald beginnt und vor allem der häufige Regen bald aufhört. Auch wenn sich unser Entenpärchen dann leider nach einer neuen Bleibe umschauen muss.

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2016 - April

Ja der liebe April macht auch bei uns was er will. Auf beinahe sommerverdächtige Hitzetage folgt eine Ladung Schnee, über die wir uns den ganzen Winter über gefreut hätten. Dazwischen: Nebel, Regen, wäh. Damit uns die gute Laune nicht abhanden kommt, nutzen wir die schönen Tage und bringen den Garten auf Vordermann. Das bedeutet in erster Linie jäten, als gäbe es keinen Morgen mehr. Danach werden die Beete so tief wie möglich umgestochen, die Erde so richtig schön aufgelockert und so fein wie möglich zerteilt (auf Siebe verzichten wir, da wir nicht unnötig Regenwürmer malträtieren wollen) und anschliessend die Ränder feinsäuberlich gestampft. Et voilà: fertig ist das Gartenbeet. Da fehlt doch was meinen Sie? Da wir ja bereits im Spätherbst eine grosszügige Portion Hühnermist auf den Beeten verteilt haben, brauchen wir keinen zusätzlichen Dünger mehr. Eine Ausnahme machen wir bei den Tomaten. Erinnern Sie sich noch an unseren Geheimtipp mit dem Tomatendünger? Dafür werden die gesammelten Eier- und Bananenschalen, sowie der Kaffeesatz fein gemahlen, im Verhältnis 1:1:1 gemischt und grosszügig unter die Erde im Tomatenhäuschen gemischt. Die fertigen Beete müssen noch ein bisschen auf Bezüger warten und wärmen sich in der Zwischenzeit noch ein bisschen auf. Einzig die Karotten haben wir (nebst den Erbsen im März, die übrigens prächtig gedeihen) bereits ausgesät, da diese mit Kälte ziemlich gut umgehen können. Da wir gerne exakt arbeiten haben wir uns übrigens ein kleines Brett zugelegt, dessen Länge genau der Breite unserer Beete entspricht. So können wir das Brett auf die Erde legen und darauf knien, ohne die aufgelockerte Erde unnötig wieder einzudrücken und können gleichzeitig dem Brett entlang säen. Auf die Idee sind wir natürlich nicht weltweit als Erste gekommen. Genial ist sie trotzdem, oder?

Die Bärlauch Saison neigt sich nun langsam ihrem wohlverdienten Ende und so haben wir nochmals eine grosse Ladung getrocknet, püriert, in Öl eingelegt und zu Tagliatelle verarbeitet. Mögen Sie nicht? Keine Sorge, die nächste Saison Spezialität steht im wahrsten Sinne des Wortes bereits vor der Tür. Unser Rhabarber ist bereits ein beachtliches Stück gewachsen. Zugegeben, wir haben ein bisschen nachgeholfen und tief in die Trickkiste gegriffen; wenn Sie ein umgekehrter Kübel mit einem kleinen Guckloch im Boden über den Rhabarber stellen, wächst dieser deutlich schneller, da er das Licht sucht. Den Trick haben wir aus einem uuuuuuralten Gartenbuch, es gibt dafür sogar so genannte Rhabarber Glocken zu kaufen. Wir finden: ein hundskommuner Kübel tut es auch. Zudem warten wir bereits sehnsüchtig auf die ersten Holunderblüten, damit wir endlich unsere Sirup- und Teevorräte auffüllen können.

Und falls uns nach all den Vorbereitungen noch Zeit bleibt, freuen wir uns auf den nächsten Monat, wenn endlich die Eisheiligen vorbei sind und wir uns ohne Sorgen über Nachtfröste in die Gartenarbeit stürtzen können. Freuen Sie sich mit uns auf die bevorstehende Zeit!

 

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2016 - März

Der März ist immer so eine Sache bei uns. Zu früh um den Garten in Betrieb zu nehmen, aber drinnen ist eigentlich auch schon alles seit Wochen vorbereitet, die ausgesäten Setzlinge wachsen still und leise vor sich hin und die Vorfreude weicht langsam der Ungeduld. So verbringen wir die ruhigen Abende halt mit der Vorbereitung auf Ostern und färben Eier was das Zeug hält. Die sehen schön aus, oder? Wir haben uns ja auch echt Mühe gegeben und richtig viel Zeit investiert. Die ausgeblasenen Eier an unserem Osterbaum im Hoflädeli dürfen Sie natürlich gerne kaufen. Oder holen Sie sich ein Osternestli mit Eiern frisch ab Huhn und einem Bärlauchsalz! So oder so, wir sind vorbereitet.

Sofern es die Temperaturen zulassen, widmen wir uns tagsüber der Ernte des Bärlauchs. Bewaffnet mit dem grössten Korb, den wir auftreiben konnten, ernten und kontrollieren wir jedes Blatt einzeln und verarbeiten die zarten Blätter noch am gleichen Tag zu Pasten, Tagliatelle oder Gewürzsalz. Eine grössere Menge trocknen wir zudem, damit wir später, wenn die restlichen Kräuter aus dem Winterschlaf erwacht sind, unsere Vorräte an allerlei Gewürzmischungen aufstocken können. Wir freuen uns schon!

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2016 - Februar

Endlich können wir mit der Aussaat beginnen! Im Januar haben wir unsere Gartenplanung erstellt, die nun natürlich umgesetzt werden will. Wie jedes Jahr starten wir mit Paprika und Chilis (damit wir sie bis zur Auspflanzung im Juni schon min. 2 mal zurückschneiden und so zu einem buschigeren Wuchs motivieren können), sowie der ersten Runde Kopfsalat zum Eigengebrauch. Da uns das noch nicht genug ist, verbringen wir die noch dunklen Abende mit der Erstellung von Saatbändern für Karotten und Spinat, damit wir die armen kleinen Kerlchen nicht unnötig pikieren müssen, wenn beim Aussäen mal wieder die Pferde mit uns durchgegangen sind. Saatbänder herstellen ist übrigens ganz einfach; nehmen Sie einfach eine Rolle WC-Papier, trennen am besten die einzelnen Schichten voneinander und stellen einen Kleber aus Mehl und Wasser her. Et voilà! Falls uns danach noch langweilig sein sollte, bereiten wir uns bereits jetzt auf Ostern vor und stellen mit viel Liebe unsere üppig verzierten ausgeblasenen Eier her, welche Sie bei uns im Hofladen kaufen können.

Auch schon die ersten schönen Tage durften wir im Garten verbringen und nehmen so zögerlich unsere Arbeiten im Freien wieder auf. Dabei haben uns bereits die ersten Blumen wie Schneeglöckchen und Krokusse erwartet, aber auch schon der erste Löwenzahn erhellt mit seinem schönen Gelb unsere Gemüter. Leider mussten wir uns eingestehen, dass die herbstliche Jät-Aktion nicht wirklich viel gebracht hat. Oder haben Sie per Zufall bei uns Unkraut gesät? Einige Stunden Jäten später waren die meisten Beete wieder unkrautfrei, aufgelockert und zu allen Schandtaten bereit. Als erster Bewohner unseres Gartens dieser Saison sind bereits die Erbsen eingezogen. Und das nicht zu knapp! Wir möchten Ihnen dieses Jahr Russischen Salat aus eigenem Anbau anbieten und dafür brauchen wir nebst Karotten und Kartoffeln haufenweise Erbsen. Das Gute: die Erbsen sind bereits gegen Juni erntereif, das belegte Beet können wir so nochmals brauchen.

Damit die angesäten Salate auch schon bald ausgepflanzt werden können, haben wir das Frühbeet vorbereitet, mit etwas verrottetem Hühnermist angedüngt und schön gelockert. Die alten Glasplatten stammen noch vom Grossvater, welcher sie aus einer Gärtnerei hatte. Sie isolieren das Frühbeet so, dass zwar keine Staunässe entsteht, aber die Wärme der Sonne den Boden schön aufheizt. So können wir bereits im späten März ohne grossen Aufwand unsere Salate pflanzen.

Aber das Beste zuletzt: die Bärlauch Saison ist offiziell eröffnet! Früher als sonst, aber dies scheint dieses Jahr die Regel zu sein. Mit dem Korb bewaffnet streifen wir also durch die nahegelegenen Waldränder, kontrollieren jedes Blatt einzeln und verarbeiten die zarten Blätter noch am gleichen Tag weiter. Freuen Sie sich auf unsere frische Bärlauch Paste, welche Sie nach Belieben in ein Pesto umwandeln oder pur zum Apéro geniessen können. Aber auch schonend luftgetrocknet findet der Bärlauch seinen Weg in so manche von unseren Gewürzmischungen. Wir haben dieses Jahr also bereits im Februar alle Hände voll zu tun!

 

 

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2016 - Januar

Endlich! Der Winter ist da! Das neue Jahr hat zuerst mit spektakulären Sonnenuntergängen begonnen und die Landschaft anschliessend in eine weisse Schneedecke gehüllt. Vreni wusste schon Tage vorher, dass es schneien würde; die vielen kleinen Wurmhäufchen haben ihr verraten, dass sich die Regenwürmer so gar nicht auf die bevorstehende Kälte freuen und sich daher lieber ins tiefere Erdreich verabschieden.

Unsere Orpingtons stört das wenig. Sie gackern fröhlich vor sich hin, Fritz übt sich fleissig im Krähen (und das gar nicht mal schlecht!) und wir haben das erste Ei der Saison gefunden. Das neue Jahr hält also auch dieses mal nicht zu knapp Arbeit für uns parat und so verwenden wir die frischen Eier für unsere handgemachten Tagliatelle und Merängge in allerlei Geschmacksrichtungen.
In unserem Garten befinden sich nur noch die zähen Kohlsorten und so schlemmen wir immer noch frisches Gemüse wie Rotkabis, Federkohl, Bodenkohlrabi und Rosenkohl. Den Rotkabis verarbeiten wir übrigens auch zu herzhaftem Gemüse und füllen dieses heiss in Gläser ein - eine herrliche Beilage zu kräftigen Speisen wie Wild oder Polentaschnitten mit ganz viel Knoblauch. Probieren Sie es aus, Sie werden nicht enttäuscht sein. Selbstverständlich haben wir Ihnen eine grosszügige Menge im Hofladen hingestellt. Greifen Sie zu und schlemmen Sie mit!

Nebst dem Gemüse hat auch der Salbei noch vereinzelt grüne Stellen und steht uns somit als frischer Erkältungstee bei Hals- und Schluckweh zur Seite. Zugegeben; der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Aber die antibakterielle Wirkung des Salbeis wird schon seit Jahrhunderten geschätzt. Da wir schon beim Tee sind: auch die Hagebutten hängen noch leuchtend rot in den Büschen. Das ist auch gut so, denn sie sind erst nach einem Frost so richtig geniessbar.
Bei den Blumen gehört die Zaubernuss jedes Jahr aufs Neue zu den allerersten Frühboten der Natur, welche mit ihren feurigen Rot-, Orange- und Gelbtönen ein bisschen Farbe in die trüben Wintertage bringt. Wunderschön, oder?

Der Januar gehört bei uns aber definitiv zu den ruhigsten Monaten im Jahr. Die Zeit nutzen wir aber gerne um die kommende Gartensaison gründlich zu planen. Man kann ja bekanntlich aus allem eine Wissenschaft machen und gerade bei der Gartenplanung will alles mögliche beachtet werden. Vorsaat? Folgesaat? Mischkultur? Mondphase? Erdbeschaffenheit und pH-Wert? Wenn wir alles beachten würden, könnten wir anschliessend gleich an die Schachweltmeisterschaft. Da das nicht zuoberst auf unserer Liste steht, picken wir einfach raus, was uns wichtig erscheint, und überschauen den Rest gekonnt. Wir berücksichtigen beispielsweise, dass wir Starkzehrer (z.B. Kohl) jedes Jahr an einer anderen Stelle pflanzen, damit sich der Boden erholen kann. Zudem versuchen wir auf die Mondphasen zu achten (wenn es nichts nützt, hat es wenigstens nicht geschadet) und prüfen zuletzt, ob wir eine Mischkultur geplant haben, die sich so gar nicht verträgt. Aber auch das letzte Jahr lassen wir nochmals kurz Revue passieren und so haben wir uns dieses Jahr dafür entschieden, den Lauch mit Rüebli zu umzingeln, damit sie mit ihrem intensiven Duft die Lauchmotte vertreiben und wir nicht wieder die Hälfte der Ernte verlieren.

Bei den Tomaten ist Umziehen etwas schwierig, weil die Häuschen halt nunmal fest verbaut sind. Damit die Erde nicht einseitig ausgelaugt wird (Tomaten gehören auch zu den Starkzehrern), verwenden wir nebst unserem Hühnermist einen selber hergestellten Dünger und behandeln den Boden im Frühjahr damit. Was das mit Januar zu tun hat? In unserem Dünger befinden sich je ein Teil Bananenschale (für mehr Kalium), Eierschale (wegen dem Kalzium, davon brauchen Tomaten richtig viel) und Kaffeesatz (beinhaltet Stickstoff, Phosphor und Kalium und senkt den pH-Wert des Bodens). Wir käffelen, essen Bananen und schälen also Eier wie die Weltmeister und bewahren alles wie kleine Schätze auf, damit wir bis im Mai, wenn wir die Beete aufbereiten, genügend Material haben. Machen Sie doch mit, günstiger kommen Sie nicht zu bestem Tomatendünger!

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2015 - Dezember

Wir geben es zu: wir wollten mit Bildern einer verschneiten Märchenlandschaft so richtig dick bei Ihnen angeben. Also haben wir gewartet, gewartet und gewartet. Aber irgendwie will der Winter bei uns nicht so recht. Anstelle der ersehnten Winterdecke macht sich bei uns dafür dicker Nebel breit, welcher über Nacht zu filigranen Eiskristallen gefriert. Wunderschön!

Die sonnigeren Tage haben wir nutzen können, um die Apfelbäume grosszügig zurück zu schneiden, damit sie für die nächste Saison gewappnet sind. Eine alte Regel besagt: durch die Krone eines frisch geschnittenen Obstbaums sollte man immer einen Hut werfen können. Nun warten die Abschnitte an einem trockenen Plätzchen darauf im Frühling zu Anzündbündeln, so genannten "Wedele", zusammengebunden zu werden.

Unsere Orpington Hühner haben ebenfalls eine wohlverdiente Winterpause eingelegt. Diese Rasse ist eine alte Zweinutzungsrasse und wurde weder für die Fleisch-, noch für die Eierproduktion gezüchtet. Es handelt sich schlicht und einfach um stink normale Hühner, wie es sie früher einmal gab. Und da ein Küken in den Wintermonaten in der freien Natur eigentlich kaum Überlebenschancen hätte, gibt es im Moment für unsere Hühner auch keinen Grund Eier zu legen. So müssen wir mit unserer Pasta und Merängge Produktion halt noch ein bisschen warten.

Da uns der Garten im Winter ein bisschen weniger in Anspruch nimmt und wir nebst Hühnerstall Misten eigentlich nicht viel zu tun haben, wird uns langsam langweilig. Aber lagen nicht noch ein paar Kürbisse im Keller? Die orangen Kugeln sind wahre Überlebenskünstler; einmal geerntet, halten sie sich ohne grössere Kratzer im kühlen Keller bis zu einem Jahr. Ob als Alternative zum Kartoffelstock, für Gnocchi, süss-sauer eingelegt oder als Röstgemüse aus dem Ofen; hier kommt jeder auf seine Kosten. Oder was gibt es in der kalten Winterzeit herrlicheres, als eine dampfende, hausgemachte Kürbissuppe? Aber eben, nach einem langen Arbeitstag noch Kürbisse rüsten? Kein Problem, wir haben da schon was für Sie vorbereitet. Damit auch Sie in den Genuss kommen, haben wir Ihnen natürlich ein paar Gläser abgefüllt und im Hofladen deponiert. Mit oder ohne Rahm? Sie entscheiden selber!

A propos Verwöhnen: als uns die getrockneten Wildrosenblätter in die Hände kamen, kam uns eine zündende Idee. Warum nicht mal wieder Badebomben machen? Da die Herstellung einen riesen Spass macht, konnten wir gar nicht mehr damit aufhören. Aus den ursprünglich nur Rosen wurden schliesslich auch noch Blüten und Rosmarin/Thymian Bomben. Badewanne einlaufen lassen, Kugel rein und los geht das sprudelnde Vergnügen.

Nebst den Kürbissen haben wir sämtliche getrockneten Schätze der letzten Gartensaison in Gewürz- und Teemischungen verwandelt. Eine ganz schön staubige Angelegenheit! Wir hoffen, die Mühe hat sich gelohnt und sind schon auf Ihr Feedback gespannt. Zu viel Salz? Zu wenig Knoblauch? Lassen Sie es uns wissen. Über Geschmack soll man zwar bekanntlich nicht streiten, aber wir entwickeln uns gerne wo nötig weiter.

Schliesslich haben wir noch ein bisschen Farbe in das neblige Grau gebracht und die letzten feuerroten Chilis der Sorte "Scotch Bonnet" geerntet und getrocknet. Diese kleinen Kerlchen haben es ganz schön in sich; dank einem Scoville Wert von 100'000-300'000 Einheiten brauchen Sie zum Löschen der Schärfe eine Badewanne voll Wasser. Wenn Ihnen also von unserer Suppe nicht warm wird, helfen wir gerne mit unseren getrockneten Chilis nach.

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2015 - November

Der Winter zeigt erste Vorboten, aber der goldene Herbst schlägt sich tapfer. Wir nutzen die letzten warmen Tage um unsere Tomaten so lange wie möglich die letzten Sonnenstrahlen einfangen zu lassen. So können wir Ihnen sogar noch im November frische Tomatensauce und leckere Dips und Gewürze mit getrockneten Tomaten anbieten.

In der Zwischenzeit warten wir darauf, dass der Winterspinat etwas grösser wird, damit wir ihn trocknen, pulverisieren und für die grünen Tagliatelle verwenden können. Natürlich hamstern wir auch für uns selber noch einen kleinen Vorrat, damit wir gesund über den Winter kommen. Haben Sie schon mal einen Salat aus frischem Blattspinat probiert?

Auch die Winterzwiebeln und der Knoblauch sind sehr schön angewachsen und warten nun auf den ersten Frost. Gerade Knoblauch wächst deutlich besser, wenn er bereits im Herbst gesteckt wird und ein paar Fröste abbekommt. Und solange die restlichen Beete leer sind, können wir sie genausogut mit Winterzwiebeln füllen, die wir für unsere Saucen und Gewürze gut gebrauchen können. Unser absolutes Highlight ist der Safran, der bereits zum Leben erwacht ist. Drücken Sie uns die Daumen, dass wir Ihnen bald Safran vor Hube anbieten können!

Aber auch wir müssen uns langsam mit dem Gedanken abfinden, dass sich die Gartensaison 2015 dem Ende neigt. Die vielen Töpfe sind geleert, gesäubert und gestapelt und auch die Peperonis und Chilis wurden kräftig gestutzt und haben nun ihr Winterquartier bezogen.

 

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