2016 - Juli

Emsiges Treiben auf der Hube! Nachdem der Regen endlich den schönen Sommertagen gewichen ist, spriesst und gedeiht bei uns alles prächtig. So konnten wir unsere Erbsen ernten, welche nun in der Kälte auf Karotten und Kartoffeln warten, um gemeinsam als Russischen Salat ins Glas zu hüpfen. Ins freie Beet haben wir subito Spinat gesät, den wir dringend benötigen, da uns bald der grüne Farbstoff für unsere Badebomben und Tagliatelle ausgeht. A propos Badebomben: auch hier konnten wir mit Rosen und Lavendel die letzten Zutaten ernten und trocknen. Lassen Sie schon mal das Badewasser einlaufen!

Ebenfalls erntereif sind die Klaräpfel, welche wie jedes Jahr so ihre Ansprüche an uns stellen: werden die Äpfel nicht schon fast auf den Tag genau geerntet, sind sie entweder unreif oder überreif. Wir stehen zwar nicht gerade mit der Stoppuhr unter dem Baum, aber ein bisschen wachsam sind wir schon. Es wäre einfach zu schade, die vielen Äpfel nicht in getrocknete Apfelringli, fruchtiges Chutney oder cremiges Apfelmus zu verarbeiten. Fruchtig geht es auch bei den Beeren weiter: die unzähligen kleinen roten Johannisbeeren haben als Gelée ihren Weg ins Glas gefunden und warten per sofort im Hofladen auf Sie.

Mit den sonnigen Tagen haben wir nun endlich auch unseren Rhythmus im Garten gefunden, den wir so lieben. So streifen wir am frühen Abend gerne durch unsere Beete, binden hier und da eine Tomate auf, pflücken täglich die Goldmelisse und Kornblume und freuen uns, wenn es eine Hand voll Brombeeren pechschwarz anstrahlt. Was wir mit den Kornblumen anstellen, müssen wir uns noch überlegen, die Goldmelissen verarbeiten wir aber wie jedes Jahr zu leuchtrotem Sirup und die Brombeeren wandern mit ein wenig Vanille ins Gonfi Glas.

Schon bald erntereif ist unser Basilikum, den wir jeweils zu Füssen der Tomaten säen und durch das fleissige Giessen der Tomaten natürlich auch eine Portion abbekommt und dadurch ganz nebenbei wunderschön wächst. Den Basilikum verarbeiten wir genau gleich wie den Bärlauch zu einer Paste, die Sie je nach Lust und Laune in ein Pesto verwandeln oder auch direkt aus dem Glas geniessen können.

Aber eben, der nasse Frühling zeigt leider immer noch seine Nachwirkungen. Der sonst so arbeitsame Juli ist irgendwie erstaunlich ruhig und die Pflanzen sind teilweise ziemliche in Verzug. So sind unsere Zucchetti gerade eben knapp in die Blüte gekommen, die Tomaten und Paprika sind gerade mal knapp sichtbar und auch sämtliche Kohlarten haben eben erst zaghaft damit bekommen, Köpfe zu bilden. Wir hoffen aber das beste und können nicht viel mehr tun, ausser geduldig auf einen warmen Herbst zu hoffen.

 

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