2016 - Mai

Und schon ist wieder ein Monat vorbei. Aber was für einer! Der Mai gehört für uns immer zu einem der arbeitsreichsten Monaten, da der Garten spätesten nach den Eisheiligen endlich in Betrieb genommen werden kann. Aber dieses Jahr mussten wir nach der kalten Sophie noch ein bisschen länger warten, da es immer noch zu Bodenfrösten und vor allem starken Regenfällen kam. Wenn es bei uns auf der Haube lange genug regnet kriegen wir übrigens seit Jahren Besuch von einem Entenpärchen, welches es sich bei uns in einer riesen Glungge gemütlich macht, die es halt eben nur gibt, wenn es lange genug geregnet hat.

War der Regen einmal abgetrocknet, haben wir uns natürlich sofort in den Garten gestürzt und die letzten Beete in Betrieb genommen. Dafür mussten wir zuerst Unmengen an Frühlingszwiebeln und Knoblauch ernten. Erstere haben wir in gefühlten Ewigkeiten geputzt, in Ringe geschnitten und schonend getrocknet. Letztere haben wir in der Sonne nachtrocknen lassen und überlegen uns noch, was wir damit anstellen sollen. "Nur" für unsere Gewürzmischungen? Oder doch mal als Apérohäppchen im Glas? Entscheiden Sie mit! Sie haben bei uns wie immer ein Wörtchen mitzureden, stimmen Sie in der nächsten Umfrage der Woche für Ihren Favoriten ab, den Rest erledigen wir.

Auch schon bereit zur Ernte sind viele unserer Kräuter. So konnten wir bereits eine beachtliche Menge der Petersilie trocknen, welche bei uns seit mehreren Jahren immer wieder nachwächst und jeweils ungeduldig an die Scheiben des Frühbeets klopft. Aber auch der Schnittlauch blüht bereits in voller Pracht. Eigentlich ärgerlich, da es uns die vielen Blütenstände schwierig machen, den Schnittlauch abzuschneiden. Wir haben uns daher dafür entschieden, die vielen Blüten ebenfalls zu ernten, von Hand abzuzupfen und dieses Jahr in unserer Salatkräutermischung zu geben. Zudem konnten wir auch schon damit beginnen, unsere Sirupvorräte aufzufüllen und haben fleissig unsere Chrüselimünze geplündert und die ersten saftigen Rhabarberstängel geerntet und noch am gleichen Tag in Flaschen abgefüllt.

Da die Setzlinge, welche wir Anfang Jahr gesät und seither gehätschelt und getätschelt haben, nun gross genug sind, haben wir sämtliche Töpfe und Schaufeln gezückt, und alles gesetzt und gepflanzt, was gesetzt und gepflanzt werden musste. So haben Tomaten und Auberginen ihr Revier bezogen und Chili und Paprika füllen die Töpfe. Kartoffeln, Rüebli, Randen, Stangenbohnen, Zucchetti, sämtliche Kohlarten, Kornblumen, Teemalve und Kürbis haben wir hingegen bewusst direkt ins Freie gesät um uns und den Pflanzen das mühsame Umpflanzen zu ersparen. Für Basilikum, Frühlingszwiebeln, Lauch, Pastinaken, Knollensellerie und Petersilienwurzeln hat es wetterbedingt leider noch nicht gereicht, die Setzlinge können aber auch noch ein kleines bisschen auf ihren Einsatz warten. Aber nur ein kleines bisschen. Hoffen wir also, dass der Frühsommer bald beginnt und vor allem der häufige Regen bald aufhört. Auch wenn sich unser Entenpärchen dann leider nach einer neuen Bleibe umschauen muss.

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