2016 - April

Ja der liebe April macht auch bei uns was er will. Auf beinahe sommerverdächtige Hitzetage folgt eine Ladung Schnee, über die wir uns den ganzen Winter über gefreut hätten. Dazwischen: Nebel, Regen, wäh. Damit uns die gute Laune nicht abhanden kommt, nutzen wir die schönen Tage und bringen den Garten auf Vordermann. Das bedeutet in erster Linie jäten, als gäbe es keinen Morgen mehr. Danach werden die Beete so tief wie möglich umgestochen, die Erde so richtig schön aufgelockert und so fein wie möglich zerteilt (auf Siebe verzichten wir, da wir nicht unnötig Regenwürmer malträtieren wollen) und anschliessend die Ränder feinsäuberlich gestampft. Et voilà: fertig ist das Gartenbeet. Da fehlt doch was meinen Sie? Da wir ja bereits im Spätherbst eine grosszügige Portion Hühnermist auf den Beeten verteilt haben, brauchen wir keinen zusätzlichen Dünger mehr. Eine Ausnahme machen wir bei den Tomaten. Erinnern Sie sich noch an unseren Geheimtipp mit dem Tomatendünger? Dafür werden die gesammelten Eier- und Bananenschalen, sowie der Kaffeesatz fein gemahlen, im Verhältnis 1:1:1 gemischt und grosszügig unter die Erde im Tomatenhäuschen gemischt. Die fertigen Beete müssen noch ein bisschen auf Bezüger warten und wärmen sich in der Zwischenzeit noch ein bisschen auf. Einzig die Karotten haben wir (nebst den Erbsen im März, die übrigens prächtig gedeihen) bereits ausgesät, da diese mit Kälte ziemlich gut umgehen können. Da wir gerne exakt arbeiten haben wir uns übrigens ein kleines Brett zugelegt, dessen Länge genau der Breite unserer Beete entspricht. So können wir das Brett auf die Erde legen und darauf knien, ohne die aufgelockerte Erde unnötig wieder einzudrücken und können gleichzeitig dem Brett entlang säen. Auf die Idee sind wir natürlich nicht weltweit als Erste gekommen. Genial ist sie trotzdem, oder?

Die Bärlauch Saison neigt sich nun langsam ihrem wohlverdienten Ende und so haben wir nochmals eine grosse Ladung getrocknet, püriert, in Öl eingelegt und zu Tagliatelle verarbeitet. Mögen Sie nicht? Keine Sorge, die nächste Saison Spezialität steht im wahrsten Sinne des Wortes bereits vor der Tür. Unser Rhabarber ist bereits ein beachtliches Stück gewachsen. Zugegeben, wir haben ein bisschen nachgeholfen und tief in die Trickkiste gegriffen; wenn Sie ein umgekehrter Kübel mit einem kleinen Guckloch im Boden über den Rhabarber stellen, wächst dieser deutlich schneller, da er das Licht sucht. Den Trick haben wir aus einem uuuuuuralten Gartenbuch, es gibt dafür sogar so genannte Rhabarber Glocken zu kaufen. Wir finden: ein hundskommuner Kübel tut es auch. Zudem warten wir bereits sehnsüchtig auf die ersten Holunderblüten, damit wir endlich unsere Sirup- und Teevorräte auffüllen können.

Und falls uns nach all den Vorbereitungen noch Zeit bleibt, freuen wir uns auf den nächsten Monat, wenn endlich die Eisheiligen vorbei sind und wir uns ohne Sorgen über Nachtfröste in die Gartenarbeit stürtzen können. Freuen Sie sich mit uns auf die bevorstehende Zeit!

 

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